Seriöser Journalismus

Die LVZ hat die Demonstration „Ich lass mich doch hier nicht verarschen!“ am 30.12. zu ihrer heutigen Titelschlagzeile gemacht. Entgegen dem Inhalt unseres Aufrufs macht die LVZ im Titel ihres Beitrags die Demonstration zu einem bloßen Protestzug gegen Polizei von Links-Autonomen. Vom Aufruf ist da beim zuständigen Redakteur offensichtlich nicht wirklich viel hängen geblieben.
Auf der LVZ Website wird zudem ein Bild vom vergangenen Silvestertagen in Leipzig präsentiert und im Artikel lässt sich weiterhin lesen, dass die Demonstration ausgerechnet in der ohnehin angespannten Zeit zum Jahreswechsel stattfindet. Welch Dreistigkeit in diesem Zeitraum Grundrechte in Anspruch zu nehmen. Bereits bei vergangenen Demonstrationen war sich die LVZ nicht zu schade, die Hälfte der Berichte über die Versamlungen den Verkehrsverhinderungen und Umleitungen im Umfeld zu widmen um so die Demonstrationen trotz ausbliebender „Randale“ zu diskreditieren.
P.S.: Anfragen beim Ladenschluss-Bündnis zur Sache gab es natürlich nicht. Aber das würde ja zu seriösem Journalismus dazugehören.


1 Antwort auf „Seriöser Journalismus“


  1. 1 Marco Santos 18. Dezember 2009 um 20:13 Uhr

    wo leben die redakteure dieses käseblattes überhaupt!?

    ich lebe seit gut zwei jahren in leipzig und muss ich mich hin und wieder über das auftreten der leipziger polizei wundern.

    dabei gehöre ich keiner szene an und gehe als supernormalo 10sdt., 7tage die woche meiner beschäftigung nach. – mode!

    ob es die verkehrskontrolle mit maschinepistole vor der nase, eine verpickelte 4er besatzung am verbandskasten meines pkw oder der nette beamte ist, der einem während des polizeieinsatzes (kontrolle im dong xuan center) mit aufs wc folgt, ist – in meinen zwei leipziger jahren habe ich mich des öfteren gefragt, wer hier vor wem beschützt werden muss.

    ich hoffe, die demo verläuft friedlich – wobei ich mir nicht sicher bin, ob ausnahmesituationen nicht vielleicht vom staat inszeniert sind – und ihr erreicht mit der demo noch mehr normalos, die dem staat (samt seiner grünen lakeien) mal wieder auf den boden der realität zurückholen.

    beste grüße,
    marco santos

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